Bildbearbeitung

November 02, 2018  •  Kommentar schreiben

Mallorca Beach Ende Oktober auf Mallorca. Wir hatten schon ein bisschen Sorge, dass die Unwetter auch uns treffen könnten. In der Mitte der Insel hingen die Wolken dicht vor dem Gebirge fest, und schütteten teilweise ganz schön viel Wasser aus.  Doch nur 20 Km entfernt schien dann auch schon wieder die Sonne. An so einem Tag ist dieses Bild entstanden. Genauso hatte ich die Stimmung an dem Tag wahrgenommen, doch bis es zu diesem Bild kam, musste noch eine Menge daran gearbeitet werden. In der Regel stehen meine Kameraeinstellungen komplett auf neutral, so dass die Kamera selbst keinerlei Entwicklungsarbeit leistet. Das will ich später selbst am Bildschirm machen. Manchmal ist man dann aber doch enttäuscht, wenn das Bild auf dem Display so wenig mit der Realität übereinstimmt. Hier mal der Vergleich zwischen Ausgangsbild und Endprodukt:

Die Dunkelheit liegt auch daran, dass ich mit einem Filter fotografiert habe, was viel in den tiefen Bereichen wegschluckt. Glücklicherweise kann man in Lightroom aber viele Informationen retten, die in den dunklen Bereichen absaufen. Daher gilt die Faustformel: wenn schon falsch belichtet, dann unterbelichtet. Überbelichtete Bildbereiche sind oftmals gar nicht mehr zu retten. 

Wer die einzelnen Schritte der Bildbearbeitung nachvollziehen möchte, dem geb ich hier noch die Lightroomeinstellungen mit.

    


Wieder was gelernt / Nachtfotografie

July 29, 2018  •  Kommentar schreiben

Am 27.07. gab es auch bei uns in Köln die Mondfinsternis zu bewundern. Also, die Kamera eingepackt, und um 22h in den Park gesetzt. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, da mit dem bloßen Auge recht wenig Spektakuläres zu sehen war. Auch auf dem Kameradisplay wirkten die Bilder wenig ansprechend. Dabei dachte ich, für die Nachtfotografie alles richtig eingestellt zu haben. Stativ, M-Modus, 200mm-Zoom, F10, Zeit: 30 Sekunden, ISO 200, manueller Fokus, Selbstauslöser. Aber der Mond war komplett unscharf. Bis ich kapiert habe, dass sich der Mond innerhalb von 30 Sekunden doch deutlich mehr bewegt, als vermutet. Daher wohl die "Bewegungsunschärfe".      

F10 / 30Sek / ISO200

Was also tun? Die Belichtungszeit musste verkürzt werden. Da ich - um Rauschen zu vermeiden - die ISO-Werte aber nicht zu hoch drehen wollte, blieb nur noch die Blende. Also, voll aufgedreht: 2,8. Den AV-Modus eingestellt, und dann probiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Belichtungszeit lag bei 5 Sekunden. Da mir das noch ein bisschen zu lang war, habe ich mit den ISO-Wert so lange gespielt, bis ich mit dem Bild zufrieden war. Hier das Ergebnis. 

F2,8 / 2,5 Sek / ISO500

 

 


Wer mich inspiriert / Alisa Verner

July 06, 2018  •  Kommentar schreiben

Die Aktfotografie gilt ja gemeinhin als die Königsdisziplin unter Fotografen. Und das, obwohl die Darstellung (halb)nackter Menschen mittlerweile allgegenwärtig zu sein scheint, wir uns fast schon daran gewöhnt und vielleicht sogar "satt" gesehen haben. So viele Bilder, die tagtäglich auf uns einprasseln, machen natürlich auch etwas mit unserer Wahrnehmung und prägen unsere Vorstellung von Körperidealen. Die Diskussionen darüber sind gut, und werden sicher auch nicht so bald abreißen. Doch darum soll es hier nicht gehen.

Als Fotograf beschäftigt man sich mit der Frage, wie der menschliche Körper möglichst ästhetisch abgelichtet werden kann, und natürlich unterliegt man damit auch den Schönheitsidealen seiner Zeit. Rubens hätte anders fotografiert als Newton. Und gerade weil man es mit Menschen zu tun hat, die sehr "ungeschützt" vor der Kamera stehen, kann dabei auch ein Menge schief gehen. Sehr schmal ist die Grenze zwischen ästhetisch und billig. Und auch, wenn es im Auge des Betrachters liegt, auf welcher Seite dieser Grenze der Fotograf gelandet ist, gibt es doch ein paar Regeln, die man beachten sollte, um möglichst ästhetisch zu fotografieren.

(1) Licht: Nirgendwo ist hartes, kaltes Licht so fehl am Platz, wie in der Aktfotografie, außer man setzt es ganz gezielt als Stilmittel ein. In den meisten Fällen ist available light aber die erste Wahl. Die goldene Stunde eignet sich hervorragend. Ein seitlicher, ergänzender und indirekter Blitz hilft manchmal noch zum konturieren und betonen. Oft tut es aber auch schon ein Aufheller.             

(2) Location: ich hasse Studios. Erstens wirken die Bilder fast immer unnatürlich gestellt, und außerdem ist es für die Modelle viel interessanter, wenn sie sich in einer natürlichen Umgebung befinden. Das merkt man dann auch auf den Bildern. Selbst eine Küche ist interessanter als ein Studio. 

(3) Brennweite: 50mm eignet sich am Besten, um das Modell so natürlich wie möglich abzulichten. Weicht man davon stark ab, sollte der Fotograf wissen was er/sie tut. 18mm und von oben fotografiert macht z.B. sehr kurze Beine.  

(4) Blende: eine offene Blende eignet sich gut, um das Modell freizustellen und einen schönen Unschärfeverlauf zu erzeugen. 2,8 sollte es mindestens sein, auch schon deshalb, weil es sonst schwierig wird, in geschlossenen Räumen bei wenig Licht zu fotografieren

Eine Fotografin, die all diese Disziplinen in meinen Augen meisterhaft beherrscht, ist Alisa Verner.  (Achtung: Aktfotografie) Ihre Bilder sind interessant, schön, ästhetisch, erotisch, stimmungsvoll. Eigenschaften, die nicht alle Bilder da draußen für sich in Anspruch nehmen dürfen. Alisa Verner schafft es mit fast jedem Bild. Glückwunsch.     


Blitztechnik / Gegen das Licht fotografieren

May 30, 2018  •  Kommentar schreiben

Bei diesem Bild hat der Blitz mal wieder richtig gut geholfen. Ich lag auf dem Boden, ein Weitwinkel vor dem Gesicht, mit der Sonne steil über der Vorderseite des Buses. Fiese Gegenlichtsituation. Von der anderen Seite zog schon wieder ein Gewitter auf. Wenig Zeit also, um diese dramatische Stimmung einzufangen. Der Blitz stand gerade außerhalb des rechten Bildrands. Ein Profoto B2 im TTL-Mode, mit einem orangefarbenen Gel vor der Leuchte. Das Testfoto ohne den Blitz führte dazu, dass die Band viel zu dunkel war. Hätte ich nur auf sie belichtet, wäre der Himmel ausgefressen, und die Stimmung wäre dahin. Also, Belichtungsmessung auf Mehrfeldmessung und den Blitz zum aufhellen der Personen benutzt. Dann den Himmel in Ligthroom noch ein bisschen abgedunkelt. Passt.      

Die Band Monophonist


Blitztechnik / Portrait Ligthing Cheat Sheet

November 20, 2017  •  Kommentar schreiben

Erstaunlich. Die unterschiedliche Wirkung, je nach Lichteinfall.

Portrait Lighting Cheat SheetEine unter Fotografen allgemein bekannte, aber trotzdem oft vergessene Tatsache im hektischen Shootingverlauf: die unterschiedliche Wirkung des Lichts je nach Einfallwinkel. Da gibt es nicht viel zu schreiben. Das Bild sagt alles.  

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