Tiaki: Blog https://tiaki-storytelling.com/blog en-us (C) Tiaki (Tiaki) Sun, 29 Jul 2018 15:14:00 GMT Sun, 29 Jul 2018 15:14:00 GMT https://tiaki-storytelling.com/img/s/v-5/u999700318-o835696810-50.jpg Tiaki: Blog https://tiaki-storytelling.com/blog 120 120 Wieder was gelernt / Nachtfotografie https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/7/wieder-was-gelernt-/-nachtfotografie Am 27.07. gab es auch bei uns in Köln die Mondfinsternis zu bewundern. Also, die Kamera eingepackt, und um 22h in den Park gesetzt. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, da mit dem bloßen Auge recht wenig Spektakuläres zu sehen war. Auch auf dem Kameradisplay wirkten die Bilder wenig ansprechend. Dabei dachte ich, für die Nachtfotografie alles richtig eingestellt zu haben. Stativ, M-Modus, 200mm-Zoom, F10, Zeit: 30 Sekunden, ISO 200, manueller Fokus, Selbstauslöser. Aber der Mond war komplett unscharf. Bis ich kapiert habe, dass sich der Mond innerhalb von 30 Sekunden doch deutlich mehr bewegt, als vermutet. Daher wohl die "Bewegungsunschärfe".      

F10 / 30Sek / ISO200

Was also tun? Die Belichtungszeit musste verkürzt werden. Da ich - um Rauschen zu vermeiden - die ISO-Werte aber nicht zu hoch drehen wollte, blieb nur noch die Blende. Also, voll aufgedreht: 2,8. Den AV-Modus eingestellt, und dann probiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Belichtungszeit lag bei 5 Sekunden. Da mir das noch ein bisschen zu lang war, habe ich mit den ISO-Wert so lange gespielt, bis ich mit dem Bild zufrieden war. Hier das Ergebnis. 

F2,8 / 2,5 Sek / ISO500

 

 

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(Tiaki) belichtungszeit Bewegungsunschärfe low light nachtfotografie Rauschen stativ https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/7/wieder-was-gelernt-/-nachtfotografie Sun, 29 Jul 2018 15:12:55 GMT
Wer mich inspiriert / Alisa Verner https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/7/wer-mich-inspiriert-/-alisa-verner Die Aktfotografie gilt ja gemeinhin als die Königsdisziplin unter Fotografen. Und das, obwohl die Darstellung (halb)nackter Menschen mittlerweile allgegenwärtig zu sein scheint, wir uns fast schon daran gewöhnt und vielleicht sogar "satt" gesehen haben. So viele Bilder, die tagtäglich auf uns einprasseln, machen natürlich auch etwas mit unserer Wahrnehmung und prägen unsere Vorstellung von Körperidealen. Die Diskussionen darüber sind gut, und werden sicher auch nicht so bald abreißen. Doch darum soll es hier nicht gehen.

Als Fotograf beschäftigt man sich mit der Frage, wie der menschliche Körper möglichst ästhetisch abgelichtet werden kann, und natürlich unterliegt man damit auch den Schönheitsidealen seiner Zeit. Rubens hätte anders fotografiert als Newton. Und gerade weil man es mit Menschen zu tun hat, die sehr "ungeschützt" vor der Kamera stehen, kann dabei auch ein Menge schief gehen. Sehr schmal ist die Grenze zwischen ästhetisch und billig. Und auch, wenn es im Auge des Betrachters liegt, auf welcher Seite dieser Grenze der Fotograf gelandet ist, gibt es doch ein paar Regeln, die man beachten sollte, um möglichst ästhetisch zu fotografieren.

(1) Licht: Nirgendwo ist hartes, kaltes Licht so fehl am Platz, wie in der Aktfotografie, außer man setzt es ganz gezielt als Stilmittel ein. In den meisten Fällen ist available light aber die erste Wahl. Die goldene Stunde eignet sich hervorragend. Ein seitlicher, ergänzender und indirekter Blitz hilft manchmal noch zum konturieren und betonen. Oft tut es aber auch schon ein Aufheller.             

(2) Location: ich hasse Studios. Erstens wirken die Bilder fast immer unnatürlich gestellt, und außerdem ist es für die Modelle viel interessanter, wenn sie sich in einer natürlichen Umgebung befinden. Das merkt man dann auch auf den Bildern. Selbst eine Küche ist interessanter als ein Studio. 

(3) Brennweite: 50mm eignet sich am Besten, um das Modell so natürlich wie möglich abzulichten. Weicht man davon stark ab, sollte der Fotograf wissen was er/sie tut. 18mm und von oben fotografiert macht z.B. sehr kurze Beine.  

(4) Blende: eine offene Blende eignet sich gut, um das Modell freizustellen und einen schönen Unschärfeverlauf zu erzeugen. 2,8 sollte es mindestens sein, auch schon deshalb, weil es sonst schwierig wird, in geschlossenen Räumen bei wenig Licht zu fotografieren

Eine Fotografin, die all diese Disziplinen in meinen Augen meisterhaft beherrscht, ist Alisa Verner.  (Achtung: Aktfotografie) Ihre Bilder sind interessant, schön, ästhetisch, erotisch, stimmungsvoll. Eigenschaften, die nicht alle Bilder da draußen für sich in Anspruch nehmen dürfen. Alisa Verner schafft es mit fast jedem Bild. Glückwunsch.     

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(Tiaki) aktfotografie alisa verner available light goldene stunde location vorbilder https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/7/wer-mich-inspiriert-/-alisa-verner Fri, 06 Jul 2018 10:13:58 GMT
Blitztechnik / Gegen das Licht fotografieren https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/5/gegen-das-licht-fotografieren Bei diesem Bild hat der Blitz mal wieder richtig gut geholfen. Ich lag auf dem Boden, ein Weitwinkel vor dem Gesicht, mit der Sonne steil über der Vorderseite des Buses. Fiese Gegenlichtsituation. Von der anderen Seite zog schon wieder ein Gewitter auf. Wenig Zeit also, um diese dramatische Stimmung einzufangen. Der Blitz stand gerade außerhalb des rechten Bildrands. Ein Profoto B2 im TTL-Mode, mit einem orangefarbenen Gel vor der Leuchte. Das Testfoto ohne den Blitz führte dazu, dass die Band viel zu dunkel war. Hätte ich nur auf sie belichtet, wäre der Himmel ausgefressen, und die Stimmung wäre dahin. Also, Belichtungsmessung auf Mehrfeldmessung und den Blitz zum aufhellen der Personen benutzt. Dann den Himmel in Ligthroom noch ein bisschen abgedunkelt. Passt.      

Die Band Monophonist

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(Tiaki) abdunkeln bandfotografie gegenlicht ligthroom mehrfeldmessung nachbearbeitung profoto b2 ttl-mode weitwinkel https://tiaki-storytelling.com/blog/2018/5/gegen-das-licht-fotografieren Wed, 30 May 2018 09:29:54 GMT
Blitztechnik / Portrait Ligthing Cheat Sheet https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/11/blitztechnik Erstaunlich. Die unterschiedliche Wirkung, je nach Lichteinfall.

Portrait Lighting Cheat SheetEine unter Fotografen allgemein bekannte, aber trotzdem oft vergessene Tatsache im hektischen Shootingverlauf: die unterschiedliche Wirkung des Lichts je nach Einfallwinkel. Da gibt es nicht viel zu schreiben. Das Bild sagt alles.  

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(Tiaki) blitz licht portrait schatten https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/11/blitztechnik Mon, 20 Nov 2017 13:13:10 GMT
Wieder was gelernt / Hochzeitsfotografie https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/11/wieder-was-gelernt Das letzte Bild ist gerade bearbeitet und raus an den Kunden. Zeit, die Hochzeit noch einmal Revue passieren zu lassen, und wichtige Erkenntnisse festzuhalten.

1. Es ist unglaublich hilfreich, mit einem Licht-Assistenten zu arbeiten. Dieses Mal hatte ich meinen Sohn dabei. Er hat sich den Akku umgeschnallt und ist dann mit dem B2 von Profoto losgezogen. Wir hatten uns vorher abgesprochen, wo er sich während des Gottesdienstes am Besten positioniert. Wenn nötig, habe ich ihn dann noch unauffällig dirigiert. Hat er super gemacht. Sehr hilfreich, da ich mich dadurch voll auf das Fotografieren konzentrieren konnte. 

2. Unter schlechten Lichtbedingungen (zu dunkel) nützt weder der Av-Modus noch der Tv-Modus etwas. Selbst mit Blende 2,8 und einem ISO von über 2000 geht die Belichtung schnell auf über 1/100. Als Resultat erhält man leicht unscharfe Bilder, was auch mit Lightroom nicht zu korrigieren ist. Deshalb: Manueller Modus!!!!! Man kann es nicht oft genug wiederholen. Alternativ könnte man im M-Modus noch den ISO-Wert auf Automatik stellen. Das macht aber nur Sinn, wenn die Lichtbedingungen zwischendurch wechseln.

         

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(Tiaki) blitztechnik eventfotografie low-light m-mode https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/11/wieder-was-gelernt Fri, 03 Nov 2017 11:57:18 GMT
Wer mich inspiriert / Cameron Mackie https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/5/wer-mich-inspiriert Jeder hat Vorbilder. 

Täglich werden wir berieselt von einer kaum zu bewältigenden Bilderflut und entscheiden dabei in Sekundenbruchteilen, ob uns ein Foto gefällt oder nicht. Zu beschreiben, warum das eine Bild gefällt und das Andere nicht, fällt den Meisten dabei aber sehr schwer. "Es sieht halt gut aus." Zu mehr langt es meistens nicht. Wird ja auch nicht gefordert, und wird auch nirgends geschult. Geschmack, so scheint es, entwickelt sich aus dem Nichts. Und da er sich aus dem Nichts entwickelt, und wir ihn nur schwer beschreiben können, lässt sich darüber eben auch nicht streiten. Obwohl es mir bei so manchen Geschmäckern zum Streiten zumute ist.

Ist das ganze Gerede von Bildsprache, Bildkomposition, Belichtung am Ende also nur der Zeitvertreib einiger weniger Experten? Ich glaube nicht. Ich denke, Geschmack - gerne kann man auch das Wort "Stil" benutzen - entwickelt sich. Er ist nicht einfach nur da. Vorbilder spielen in diesem Prozess eine große Rolle. Spätestens seitdem ich mich beruflich mit Bildern beschäftige, konsumiere ich Bilder gezielter. Ich bleibe länger vor einem Bild stehen, und versuche zu beschreiben, warum es mir gefällt, oder auch nicht. Und besondere Freude macht es mir, wenn ich mal wieder einen Fotografen entdecke, der mich begeistert. Ich lasse mich von meinem Geschmack leiten und stell mir dann folgende Fragen:

1. Welche Motive haben die Bilder dieses Künstlers mit meinen anderen Favoriten  gemein?

2. stehen die Motive in einem bestimmten Kontext zu ihrer Umgebung?

3. Farbe oder Schwarz/Weiß?l

4. Hartes oder weiches Licht?

Wenn man lernt, diese Fragen an die Bilder zu stellen, dann wird man früher oder später in der Lage sein, den eigenen Stil beschreiben zu können. Sicher ist dieser Fragenkatalog nicht abschließend, aber er gibt eine erste Orientierung. Der eigene Stil ist über die Zeit auch wandelbar, manchmal erweitern sich die Interessen oder verlagern sich komplett. Trotzdem sollte jemand, der gerne Vögel im morgendlichen Nebel fotografiert, nicht unbedingt den Anspruch an sich stellen, gleichermaßen fähig in der Architekturfotografie zu sein.

Mich inspiriert derzeit der australische Fotograf Cameron Mackie.  Er ist da wo ich gerne hin möchte. Vorbild eben. Und wenn ich die oben genannten Fragen an seine Bilder herantrage, dann komme ich auf folgende "Formel" für meinen Geschmack/Stil: Menschen, Fashion, verdeckter Akt, Outdoor, Farbe, mittelweiches Licht                

 

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(Tiaki) stil vorbilder https://tiaki-storytelling.com/blog/2017/5/wer-mich-inspiriert Fri, 19 May 2017 09:33:23 GMT